Die Funktion der Azubibetreuer im Fachbereich der Ausbildungsbetriebe ist eine der wichtigsten im Rahmen der betrieblichen Ausbildung. Daher habe ich im Frühjahr diesen Jahres die Onlinebefragung zur Qualifizierung ausbildender Fachkräfte durchgeführt. Über die Umfrage und die Ergebnisse habe ich bereits berichtet.

4 Handlungsempfehlungen zur Qualifizierung der Azubibetreuer

Aus den Resultaten lassen sich einige Handlungsempfehlungen ableiten. Denn wenn Ausbildungsbetriebe ihre Ausbildungsplätze besetzen und Auszubildende erfolgreich ausbilden möchten, müssen folgende Punkte sichergestellt werden:

 

1. Ausbildende Fachkräfte sind auf ihre Funktion vorzubereiten.

  • Dazu müssen diese namentlich benannt werden.
  • Ein Anforderungsprofil sollte erstellt werden.

Gibt es ein schriftliches Anforderungsprofil für Azubibetreuer?

  • Die Aufgaben eines Azubibetreuers sind schriftlich festzulegen und mit den Azubibetreuern zu besprechen.
  • Die weitere Vorbereitung kann z.B. durch persönliche Gespräche, Informationsunterlagen, Trainings und/oder die Ausbildereignungsprüfung geschehen.

 

2. Regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen sollten zur Unterstützung für ausbildende Fachkräfte angeboten werden.

  •  Neben Präsenztrainings ist hier an neue Formate und insbesondere Kombinationen von Präsenztrainings mit Onlinebaustellen zu denken.
  • Es sollten mindestens 2 Veranstaltungen für ausbildende Fachkräfte pro Jahr angeboten werden.
  • Die Trainingsschwerpunkte (Kommunikation mit Auszubildenden, Konfliktmanagement, Beurteilungsgespräche, Motivation usw.) sind beizubehalten. Daneben dürfen Lehrmethoden, die Generation Z, die Lernprozessbegleitung, das Selbst- und Zeitmanagement und kulturelle Themen nicht vergessen werden.
  • Die Möglichkeit für ausbildende Fachkräfte Trainings bei externen Anbietern zu besuchen, ist zu klären und im Betrieb zu kommunizieren.
  • Neben den Trainings sind auch andere Formate wie Vorträge, Workshops oder Treffen zum Erfahrungsaustausch empfehlenswert.
  • Methoden wie ein „Perspektivenwechsel“ oder mehr individuelles Coaching können die Ausbildung zudem bereichern.
  • Weiter können Checklisten, die den Ausbildungsalltag erleichtern, oder Intranetseiten mit speziellen Informationen für Azubibetreuer zur Verfügung gestellt werden.

 

3. Die Möglichkeiten der Digitalisierung dürfen genutzt werden.

  • Neue Formate mit Onlinebausteinen wie Webinaren, Videos, Communities im Kombination mit den Präsenztrainings sollten genutzt werden.
  • Ausbildende Fachkräfte müssen fit in Sachen Digitalisierung und Medienkompetenz gemacht werden.
  • Der Einsatz eines digitalen Tools im Ausbildungsmanagement (z.B. für Ausbildungspläne, Berichtswesen, Beurteilungen usw.) ist zu prüfen.

 

4. Der Stellenwert der Ausbildung in den Betrieben ist zu erhöhen.

  • Mit der Steigerung des Stellenwerts der Ausbildung wird zudem die Chance erhöht, mehr Ausbildungsplätze zu besetzen.
  • Ausbildende Fachkräfte und deren Funktion muss mehr geschätzt werden. Hier sollten mögliche Aktionen geplant und mit dem Management besprochen werden.
  • Best-Practice-Beispiele können helfen. Ein Beginn kann der Vergleich des Ausbildungsbetriebs mit den Ergebnissen der vorliegenden Umfrage darstellen.

 

Zur Befragung kann ein ausführliches Management Summary kostenfrei unter info@bleumortier.de angefordert werden.

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