Eine eigene Geschäftsidee entwickeln, umsetzen und anschließend damit durchstarten? Dies ist zumeist leichter gesagt als getan, doch unsere Auszubildenden bei der Ottobock SE & Co. KGaA bekommen dazu ihre Möglichkeit und werden während ihrer Ausbildung vor diese Herausforderung gestellt. Die Chance erhalten die jungen Köpfe im Rahmen der sogenannten Juniorenfirma, welche Teil unseres Ausbildungskonzeptes bei Ottobock ist.

Doch was versteht man unter dem Begriff der „Juniorenfirma“ überhaupt?

Kurz gesagt ist es eine Firma in der Firma, welche geleitet wird von Auszubildenden. Die JuFi, wie sie innerhalb der Firma gerne abgekürzt wird, besitzt einen echten Geschäftsbetrieb, reale Waren- und Geldströme, einen eigenen Leitstand und Mitarbeiter, welche unsere Auszubildenden sind. Sie erwirtschaftet somit auch einen realen Gewinn, von welchem sie den Großteil an gemeinnützliche Organisationen spendet und sich weiterhin ein Abschlussevent finanziert.

Die Mitglieder rund um die Juniorenfirma wechseln im jährlichen Turnus, somit ist die Anzahl immer überschaubar, was garantiert, dass jeder Azubi sich mit seinen Ideen und seinem Know-how einbringen muss und jeder einmal die Möglichkeit hat Mitglied zu sein. Ist ein Geschäftsjahr vorüber, so bereiten wir die „neue“ Juniorenfirma durch mehrtägige Workshops auf die kommenden Herausforderungen vor.

Zurzeit ist die „JuFi“ ein Team aus 16 Auszubildenden und dualen Studenten. Einen Großteil des Personalstamms bildet dabei der zweite Ausbildungsjahrgang. Der wechselnde Leitstand besteht im Schnitt aus zwei bis drei Mitgliedern und wird von den anderen Auszubildenden des Teams in dieser Zeit unterstützt.

Dienstleistungen der Juniorenfirma bei Ottobock

Aktuell besteht das Portfolio der „JuFi“ aus Dienstleistungen, die andere Abteilungen bei Personalengpässen oder sonstiger Knappheit an Ressourcen gegen eine Gebühr von 15 €/Std. anfragen können. Des Weiteren bieten unsere Azubis einen Verleihservice für Meetings an, dessen Repertoire von Moderationskoffern bis hin zu Stehtischen oder Flachbildfernsehern reicht. Die Vielfalt des Portfolios stieg jedoch seit der Einführung im Jahr 2017 kontinuierlich an. So ist die Firma seit diesem Jahr auch im Thema Lean aktiv und unterstützt allen Abteilungen bei der Umsetzung des Lean Managements. Des Weiteren entwickelt die Juniorenfirma inzwischen auch eigene Produktideen, bei denen Nachhaltigkeit und der Gesundheit im Mittelpunkt stehen.

Um die Ideen und Aufträge bewältigen zu können plant sich im Schnitt jedes Mitglied, welches momentan nicht im Leitstand sitzt, eine Wochenstunde für die Juniorenfirma ein. Nicht selten kommt es zu dem Szenario, dass die Auszubildenden bei ihren Projekten irgendwann an den Punkt gelangen, wo sie das Gefühl haben, dass sie nun weitere Unterstützung benötigen. Für diesen Fall gibt es ein JuFi-Gremium, bestehend aus uns Ausbildern, was der Juniorenfirma beratend zur Seite steht.

Durch die Juniorenfirma wird meiner Erfahrung nach sowohl der Teamgeist innerhalb der Ausbildung als auch die persönliche sowie fachliche Entwicklung jedes einzelnen Auszubildenden nochmals gefördert. Dies ist eine Folge dessen, dass die Azubis ihre Projekte, Ideen und Aufträge selbstständig planen, organisieren und durchführen, bereichsübergreifend Erfahrungen sammeln und Herausforderungen im Team meistern.

Nun, knapp 3 Jahre nach Einführung der Juniorenfirma, kann ich zurückblickend sagen, dass das Konzept der Juniorenfirma nicht immer erfolgreich war. Es bedarf ständiger Optimierungen und Veränderungen um nun so allmählich zu gelingen.

Autorin:
Stefanie Senhen
Ausbildungsleiterin bei der Ottobock SE & Co. KGaA

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