In Zeiten der Digitalisierung von Prozessen in der Bewerberauswahl, die mittels entsprechender digitaler Tools schneller und oft kostengünstiger durchgeführt werden können, könnte man denken, dass die Papierbewerbung out ist. Immer weniger Unternehmen nehmen Papierbewerbungen an. Onlinebewerbungen oder zumindest die Bewerbung per Mail wird von den Ausbildungsbetrieben bevorzugt.

Papierbewerbung oder Onlinebewerbung?

Aber was möchten die Bewerber? Schüler und Auszubildende werden immer wieder in Umfragen nach der von ihnen präferierten Bewerbungsform gefragt.

Und das Ergebnis? Diese möchten sich zum großen Teil schriftlich mit einer Papierbewerbung bewerben. Wenn ich in meinen Vorträgen oder Trainings darauf hinweise, ernte ich immer wieder ungläubige Blicke. Aber es ist tatsächlich so.

Letztens wurden die Ergebnisse einer BIBB-Bewerberbefragung „Zur Situation von Ausbildungsstellenbewerbern und –bewerberinnen“ veröffentlicht. Das Ergebnis ist eindeutig:

59 Prozent der Befragten präferieren die schriftliche Bewerbungsform. Gefolgt von 50 Prozent, die sich über die Internetseite bewerben möchten und 47 Prozent, die sich gerne persönlich bewerben und direkt zum Ausbildungsbetrieb gehen möchten.

Berücksichtigt man noch den Schulabschluss der Befragten, so fällt auf, dass Befragte mit Studienberechtigung die Online-Bewerbung bevorzugen, Befragte mit Hauptschulabschluss die direkte/persönliche Bewerbung.

Jetzt ist das erst einmal nur eine Umfrage, aber ähnliche Ergebnisse zeigen auch andere Studien.

Schriftliche Bewerbungsform in der Ausbildung bevorzugt

Im azubi.report 2018 setzen 47 Prozent der befragten Schüler auf die Bewerbung per Post (wohingegen dies für die Betriebe nur von 1 Prozent bevorzugt wird).

Bei der Azubi Recruiting Trends – Studie im Jahr 2015 waren es sogar 71 Prozent, die eine Papierbewerbung bevorzugen (61 Prozent möchten sich am liebsten per Mail, 51 Prozent online bewerben).

Woran liegt dies? Häufig höre ich, dass die Schüler in den Schulen hauptsächlich von den Papierbewerbungen hören und mit dieser Art der Bewerbung auch auf die anstehende Bewerbungsphase vorbereitet werden. Sie kennen es also nicht anders.

Dies erklärt die Ergebnisse aus meiner Sicht nur zum Teil. In meinen Trainings mit Auszubildenden frage ich auch immer mal wieder nach ihrer Bewerbung, wie sie sich am liebsten beworben hätten. Hier gibt es dann auch immer Mal wieder Auszubildende, die sagen, dass sie sich in einem Betrieb gar nicht bewerben würden, der keine Papierbewerbung zulässt. Diese möchten nicht, dass eine Maschine über sie entscheidet und möchten als Person wertgeschätzt werden. Dazu sollten Bewerbungsunterlagen auch komplett angesehen werden. Es wird davon ausgegangen, dass sich Ausbilder mehr Zeit für die Durchsicht von Papierunterlagen nehmen und damit genauer über ihre Entscheidung nachdenken.

Mit Papierbewerbungen bei Schülern punkten

Heute können Ausbildungsbetriebe also durchaus bei Auszubildenden punkten, wenn Sie bewusst zur Papierbewerbung auffordern und diese annehmen.

Und wie machen Sie es? Nehmen Sie noch Papierbewerbungen an? Oder geht an der elektronischen Bewerbung kein Weg vorbei?

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Ausbildungsbetrieb-Bewerbung
Bild: Pixabay

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